Häsbeschreibung

Seit alters her werden die Ehestetter von den Bewohnern der umliegenden Dörfer als 'Hecka-Schmecker' bezeichnet. Trotz intensiver Nachforschungen konnte der genaue Ursprung dieser Betitelung nicht mehr gefunden werden. Doch es ist anzunehmen, daß die Ehestetter in der Vergangenheit als besonders neugierig und naseweis auffällig waren.
Der Volksmund berichtet, daß die 'alten' Ehestetter durch die Hecken schlichen und dabei die Bewohner der Nachbardörfer und die eigenen Dorfbewohner belauschten. Diese Begebenheit wurde als Anlaß aufgegriffen um im Jahre 1987 die Narrenzunft 'Hecka-Schmecker' zu gründen.

Die 'Hecka-Schmecker' tragen eine Holzmaske mit gnitzigem Gesichtsausdruck und einer überdimensionalen Nase. Als zusätzliche Tarnung besteht der Kopfputz aus einem dichten Stoffblattwerk. Um im Gebüsch und hinter den Hecken nicht erkannt zu werden, trägt er einen braunen Kittel, sowie eine helle Hose, die mit Zweigen und Blätter verziert ist.

Die Sage erzählt, daß diejenigen, die beim Belauschen gestellt wurden, als Strafe ein Geschell zu tragen hatten.

Im November 1995 bekam die Narrenzunft Ehestetten eine Räumlichkeit zum Ausbau einer Zunftstube von der Stadtverwaltung Hayingen zur Verfügung gestellt. Diese wurde im Mai 1997 eingeweiht. Die Zunftstube befindet sich im neuen Backhaus mitten im Ortskern von Ehestetten. Sie wird hauptsächlich zu Sitzungen und geselligen Veranstaltungen genutzt.